Am 3. 8. fand bei schnell wechselndem Wetter die zweite Beettinchen-Kartoffelernte dieses Jahres statt. Eine Kindergruppe der Gemeinschaftsunterkunft Senftenberger Ring mit ihrer Betreuerin Hiewi durfte den Ertrag mit nach Hause nehmen. Eine Pflanze lieferte durchschnittlich zehn Knollen verschiedener Größen. Eigentlich in Bio-Qualität. Aber im EU-Handel darf man ja nur Bio mit Zertifizierung als Bio bezeichnen.
Allgemein
Schwefelkäfer
Pflanzentheater
Kleidertausch und Entenrettung
Wir bitten unsere Leserschaft, den (relativ) neu erstellten und (künftig) regelmäßig aktualisierten Menüpunkt Termine auf unseren Seiten zu beachten! Eingetragen wurden eben eine Kleidertauschbörse und eine Entenrettungsaktion …
Die Mobile Stadtteilarbeit veranstaltet zum Tag der Nachbarn am 26. 5. 2023 ab 14 Uhr eine Kleidertauschbörse im Beettinchen (PDF-Aushang dazu hier klicken).
Eine tolle Aktion unter dem Motto „Ente gut, alles gut“ findet im Rahmen der Bildungswoche vom 22. bis zum 26. 5. nachmittags im ComX und am Seggeluchbecken statt. Es gibt noch freie Plätze für Acht- bis Zwölfjährige. Müll und (wahrscheinlich sogar gut gemeinte) Fütterungen schaden unseren Wasservögeln. Die Kinder erarbeiten mit Betreuern und einem Meeresbiologen Lösungen zur Entenrettung.
Radweg zum Zentrum
Welches ist der bequemste Fahrradweg vom Brandenburger Tor zum Märkischen Viertel?
Die gefundene Strecke beträgt 11-13 km und funktioniert weitgehend entkoppelt vom Autoverkehr. Zwischen dem Bundenachrichtendienst und dem Bundeswehrkrankenhaus gehts an der Südpanke flüsschenaufwärts. Vor dem Kinderbauernhof Pinke-Panke biegt man nach links auf den Mauerradweg ab.
Pankeradweg und Mauerradweg werden ja auch touristisch vermarktet, angesichts dessen ist die Beschilderung blamabel, die unklarsten Stellen sind:
- Wenn man unter dem Gebäude an der Chausseestraße hindurchgefahren ist, kommt man schräg links durch den Südpankepank in 350 m wieder an die Panke.
- Nach dem Queren der Badstraße an der Fußgängerampel 40 m gerade aus, 70 m nach rechts, dann links.
- An der Kühnemannstraße 80 m nach rechts (oder man fährt gleich die Wilhelm-Kuhr-Straße entlang), links unter der S-Bahn hindurch, nach 200 m links Am Bürgerpark einbiegen.
- Am Ende der Straße Am Bürgerpark am besten links hinter den beiden Supermärkten vorbei.
Balkonkraftwerk
Stefan Tomik
Balkonkraftwerk
Strom selbst erzeugen mit Steckersolargeräten
126 Seiten, Eugen Ulmer KG, Auflage Stuttgart 2023, ISBN 978-3-81861-871-1
Flüssig lesbares Büchlein zu turbulenten Entwicklungen
Es gibt Sachbücher, die werden von interessierten Autoren ohne großes Fachwissen mit fleißiger Recherche begonnen. Hier liegt einer der Ausnahmefälle vor, wo das Ergebnis dann überzeugt. Inzwischen hat sich der Journalist Stefan Tomik so tief in die Materie eingearbeitet, dass er mit seiner Hauptsache Grün GmbH Steckersolargeräte im Rhein-Main-Gebiet vertreibt. Tomik nimmt die Leserschaft mit von der Idee „ich könnte ja in meinem Haushalt Stromkosten sparen“ bis zu seinem ersten selbst installierten Balkonkraftwerk.
Der das Buch durchziehende Plauderton funktioniert auch deshalb so gut, weil der Autor die derzeit schnellen Entwicklungen zu Technik und zu Juristerei als Momentaufnehme der Menschheitsgeschichte präsentiert. In einem halben Jahr kann vieles schon wieder anders sein, aber man muss halt von der aktuellen Situation ausgehen und einfach mal anpacken. Das Buch motiviert Unentschlossene, selbst loszulegen.
Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch, die aber die Praxistauglichkeit bezüglich Balkonkraftwerken im engeren Sinne nicht schmälern. Das Bildlayout wirkt stellenweise inkonsequent, und zu einigen Aspekten würde man gern mehr erfahren. Gibt es noch weitere architektonische Gestaltungsmöglichkeiten? Vielleicht hätten zusätzlich (mobile) Module beispielsweise für (temporäre) Quartiere abseits vom Stromnetz erwähnt werden können? Wie sieht die ökologische und soziale Gesamtbilanz von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung aus? Welche anderen regenerierbaren Energien sind im Privathaushalt denkbar beziehungsweise warum nicht?
Meerrettichkraut
Bei einigen „unterirdisch“ genutzten Pflanzen wie Möhren kommt die zusätzliche Nutzung frischer „oberirdischer“ Teile zunehmend in Mode. Nun ist die richtige Zeit für junges Meerrettichkraut mit seinem Kressegeschmack. Die Blätter sind nicht so scharf wie die Wurzeln und vielseitig verwendbar. Entweder roh oder spinatartig blanchiert. Mit ins Wasser gestellten Stielen halten sich die Blätter mehrere Tage. Das jetzige Pflücken der Hälfte schadet der Pflanzenentwicklung nur wenig.
Meerrettich war bereits in der Antike als gesunde Küchenzutat bekannt. Die Vermehrung erfolgt üblicherweise durch Wurzelstücke.
Walpurgisfest
Auf Anregung aus unserem Team wird am 30. 4. 2023 ab 16:00 Uhr im Beettinchen ein Walpurgisfest stattfinden (PDF-Aushang dazu hier klicken). Zum Start der Gartensaison vertreiben wir den Winter mit geselligem Beisammensein; Tanz, Kinder- und Maibowle sowie kleinem Lagerfeuer. Ein Kräuterexperte erzählt über magische Pflanzen, von denen auch Kostproben gereicht werden. Wer möchte, darf gerne auf eigenem Besen anreisen oder verkleidet kommen.
Eines der ältesten Feste Europas verbindet die Aufbruchstimmung des Frühlings mit Fruchtbarkeitsriten, später benannt nach der an einem ersten Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walpurga (710-779). Im ländlichen Raum meistens mit Dorftanz-Charakter, oft mit einer geschmückten Birke (Maibaum) und einem Feuer zur Geistervertreibung (Maifeuer). Berühmt-berüchtigt ist der Hexensabbat auf dem Blocksberg im Harz, der künstlerisch beispielsweise bei Goethe (Ballade 1799) und Mendelssohn Bartholdy (Kantate 1833) verarbeitet wurde. Wer mehr auf Rock steht, wird beispielsweise bei Procol Harum (1967) und Faun (2014) fündig.
Kommt mit Zacken und mit Gabeln wie der Teufel, den sie fabeln, und mit wilden Klapperstöcken durch die engen Felsenstrecken!
Neue Kolleginnen
Wurzelgemüse beim Frühlingsjäten
Bereitet man derzeit die Beete für die neue Vegetationssaison vor, so findet man im märkischen Boden vielerorts essbare Wurzeln. Besonders einfach zu verwenden sind die Knollen des Tobinambur und die Speckwurzeln der Nachkerze. Als „Unkraut“ erreichen die beiden Neophyten zwar selten eine Dicke von über 15 Millimetern, eignen sich aber mit ihrem herzhaftem Aroma prima als gesundes Pizza- und Suppengemüse. Das untere Foto zeigt drei Nachtkerzen, die der schon erkennbaren Liebstöckel-Staude weichen sollen.

